Dä Babä un dä Bua · Berta Gentele · Siggi Suarek
Kirchhausen
gesprochen "Kerchhausä"

gehört zum Regierungsbezirk Württemberg.
Trotzdem sind wir keine Schwaben. Aber auch keine Badener. Genaugenommen sind wir Franken.
Aber ehrlich, sind wir das wirklich?

Da unsere Ortschaft jedoch an den Schnittpunkten dieser drei Landstriche liegt, ist auch unser Dialekt von manigfaltigen Einflüssen geprägt.

Es ist kein Schwäbisch, Fränkisch oder Badisch. Sondern ein Mix aus alledem. Hinzu kommen Einflüsse aus dem Kurpfälzischen. Aber auch die Franzosen haben ihre Spuren hinterlassen.
So antworten wir zum Beispiel auf die Frage:
Wu gehsch än no? mit: Sett hindärie. (Cette = dort)

Und die Mutter mahnt die Tochter, wenn sie abends weggeht: Mach jo koi Fisimatendlen!

Auch das ist ein Überbleibsel aus der französichen Besatzungszeit unter Napoleon. Die Soldaten luden die jungen Frauen mit den Worten "Visite ma tente" ein, sie in ihrem Zelt zu besuchen. Da diese aber keine ernsten Absichten hatten und sich nur die Zeit mit den Mädchen vertreiben wollten, entstand der Begriff Fisimatenden.

Doch trotz aller sprachlicher Vielfalt:
Ein klein wenig deutsch ist auch dabei.

Gschwetzt wäd!

MundartMix-Kabarett
aus Kerchhausä

KaBaRe
die Sprache
Kirchhausen